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Republik im Vorderen Orient zwischen der Türkei im Norden und Jordanien im Süden, 185 180 km², 18,5 Mio. überwiegend arabische Einwohner (kurdiche Minderheit von 7 Prozent), Hauptstadt Damaskus, Amtssprache Arabisch.

Syrien reicht von der Mittelmeerküste bis in die Syrische Wüste im Südosten. Es ist weitgehend gebirgig und trocken. Nur an der Küste und im Nordosten am Euphrat sowie um die Hauptstadt finden sich größere landwirtschaftliche Anbauflächen (Weizen, Hirse, Hülsenfrüchte, Wein, Feigen, Oliven). Weite Landesteile werden in nomadischer Weidewirtschaft genutzt. Bergbau (v. a. Erdöl und Phosphate) und Industrie (Raffinerien, Düngemittel, Textilien) sind im Aufbau.

Geschichte

Semitische Stämme wanderten im 3./2. Jt. v. Chr. nach Syrien, das unter wechselnden Einflüssen der Großreiche in Ägypten, Mesopotamien und Kleinasien stand. Seit dem 6. Jh. v. Chr. persisch, wurde Syrien 333 v. Chr. von Alexander dem Großen erobert und war in der Folge Teil des Seleukidenreichs. Danach stand es unter römischer und seit 637 unter arabischer Herrschaft, die im 16. Jh. von der türkischen abgelöst wurde. In moderner Zeit teilte Syrien das Schicksal des gesamten Vorderen Orients unter britisch-französischer Oberhoheit und, nach dem 2. Weltkrieg unabhängig geworden, im Konflikt mit Israel. Unter sozialistischen Regierungen verfolgte Syrien eine Politik wechselnder Annäherungen (Irak, Iran, Ägypten) und wurde u. a. im Libanonkonflikt zu einer wichtigen Ordnungsmacht der Region. Seit 1967 sind die eigentlich zu Syrien gehörigen Golanhöhen von Israel besetzt. Dennoch zeigte Syrien seit 1993 neue Gesprächsbereitschaft und begann eine vorsichtige Liberalisierung; die Lage bleibt jedoch weiterhin angespannt.